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Willkommen beim Verein GSIÖ! Unser Anliegen sind Kinder, die "irgendwie anders" sind, weil sie Wahrnehmungsstörungen haben. more. . .


GSIO & SI-SeminarInstitut

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Ayres' Sensorische Integrationstherapie®


Sensorische Integrationstherapie in zwei Sätzen:

Die sensorisch-integrative Ergotherapie zeichnet sich dadurch aus, dass dem Kind in einem motivierenden und spielerischen Rahmen intensive sensorische Reize angeboten werden, die spezifisch auf die Art der Funktionsstörung abgestimmt sind, die die Therapeutin diagnostiziert hat. Die Therapeutin fordert das Kind zu einer anpassenden Reaktion heraus und unterstützt es dabei, diese seinen Fähigkeiten entsprechend erfolgreich auszuführen.

Ayres´ Sensorische Integration® - ein geschützter Begriff


Im Jahr 2005 reichte Jean Ayres' Nachlassverwalter im Namen der Familie nach ausführlichen Gesprächen mit ihren Nachfolgerinnen und den internationalen Vertreterinnen im Sensory Integration Global Network (SIGN) das Trademark für den Begriff "Ayres´Sensorische Integration" ein. Seit 2006 ist der Namensschutz offiziell.

Die Familie verbindet mit den Rechten für die Bezeichnung keinerlei finanzielle, sondern ausschließlich ideelle Ziele. Praktisch bedeutet dies, dass der Begriff "Ayres´ Sensorische Integration" nicht beliebig verwendet werden kann. Seine inhaltliche Definition ist auf der SIGN-Website www.siglobalnetwork.org öffentlich zugänglich. Der Begriff darf ausschließlich im beschriebenen Sinn benützt werden, wobei die Nutzung nicht an Kosten gebunden ist. Wird der Begriff für Methoden verwendet, die nicht im Einklang mit "Ayres´ Sensorischer Integration" stehen, so kann dies rechtliche Konsequenzen haben.

Ist es wirklich SI? Fidelity ("Wiedergabetreue") von Ayres' Sensorischer Integrationstherapie®


Im Rahmen eines qualitativen Forschungsprojektes der fuehrenden SI-Expertinnen wurden die essenziellen Merkmale der Sensorischen Integrationstherapie definiert ("Fidelity" zur SI, Parham 2007, 2009)

  • Voraussetzung fuer die therapeutische Arbeit ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Kind und Therapeutin. Die Rolle der Therapeutin ist die einer unterstützenden Spielgefährtin und nicht einer Lehrerin. Die Therapeutin bringt dem Kind nichts bei, sondern unterstuetzt es dabei, aktiv anpassende Reaktionen zu produzieren.

  • Wenn die Therapeutin von anpassendem Verhalten spricht, so meint sie damit nicht, dass das Kind brav ist, sondern dass es eine der Situation entsprechend sinnvolle Reaktion gesetzt hat, die seinem Leistungsniveau entspricht. An der guten Organisation des Verhaltens sehen wir, dass sein Gehirn in der Lage war, die sensorischen Informationen zu verarbeiten und zu nutzen. Die Erfahrungen, die es dabei gewonnen und gespeichert hat, sind Nahrung für die Weiterentwicklung seines Gehirns.

    Sensorische Integrationstherapie setzt nicht an Symptomen an und trainiert schwache Leistungen, sondern zielt darauf ab, die Organisation und Lernfähigkeit des Gehirns zu verbessern.

  • SI-Therapie besteht aus Aktivitäten im Raum, die den ganzen Körper einbeziehen und im Rahmen von spielerischen, zielgerichteten Aktivitäten taktile, propriozeptive und vestibuläre Erfahrungen ermöglichen.

  • Das Kind steht im Mittelpunkt der Therapie und es steuert die Aktivitäten. In einer Sensorischen Integrationstherapie werden keine vorbereiteten, von der Therapeutin ausgewählten Aktivitäten eingesetzt. Ayres ging davon aus, dass sich unser Gehirn die Reize sucht, die es braucht, damit wir in einem ausgeglichenen, organisierten, leistungsfähigen Zustand sind. Ein Kind mit einer Hirnfunktionsstoerung kann die Informationen, die die Umwelt bietet, ohne Hilfe jedoch nicht richtig verarbeiten und speichern. So kann es aus seinen Erfahrungen nicht lernen.

  • Das Kind ist aktiv im Rahmen sinnvoller Handlungen. Es wird nicht passiv stimuliert, sondern muss sich die Sinnesinformationen immer aktiv verschaffen.

  • Das Reizangebot wird von der Therapeutin in einen sinnvollen, spielerischen Handlungszusammenhang verpackt. Dabei sind der Phantasie von Kind und Therapeutin keine Grenzen gesetzt und die Plattformschaukel ist einmal Boot, einmal Flugzeug, einmal ein verwunschenes Schloss auf einer Wolke und ein anderes Mal ein Vogelnest

  • Die Therapie ist spielerisch und lustvoll, Kind und Therapeutin lachen miteinander und haben Spaß.

  • Die Therapeutin beobachtet ununterbrochen den Erregungszustand des Kindes und ob es seine besten Leistungen bringt. Danach richtet sich ihr Eingreifen: sie unterstützt das Kind, fordert es heraus oder beruhigt es. Das alles geschieht nicht durch Zureden, sondern indem die Therapeutin sensorische Strategien einsetzt und die Aktivitaet oder die Umgebung laufend veraendert und anpasst.

  • Eine gute SI-Therapeutin schafft eine Umgebung, die es dem Kind ermöglicht, sich erfolgreicher mit ihr auseinander zu setzen, als es das jemals zuvor getan hat. Sie weckt beim Kind Neugier, den Wunsch selber aktiv werden, und den Mut, sich an Neues und Schwieriges heranzuwagen.

  • SI-Therapie erweckt inneren Drang nach Kompetenz. Die Kontrolle liegt beim Kind  SI-Therapie nützt die intrinsische Motivation. Die Therapeutin ist aber dafuer verantwotlich, jede Situation so zu gestalten, dass das Kind seine hoechsten anpassenden Leistungen erbringen kann.

      In einer SI-Therapie gibt es kein Training und keine Übungen! Als Eltern können Sie die Therapie am besten dadurch unterstützen, dass sie eine anregende, wohlwollende, sichere Atmosphäre für das Kind schaffen.

      Befunderhebung


      Am Anfang steht die Befunderhebung durch die Ergotherapeutin aus sensorisch-integrativer Perspektive. Die Befunderhebung ist im allgemeinen spielerisch und fFür das Kind weder unangenehm noch belastend.

      Die Therapeutin setzt unstrukturierte Beobachtungen - freie Beschäftigung im SI-Raum oder in der natürlichen Umgebung - und strukturierte Beobachtungen, die sogenannten "klinischen Beobachtungen zur sensorischen Integration" ein. Wenn das Kind testbar ist, wird sie ihre Beobachtungen auch durch standardisierte Verfahren untermauern.

      Der goldene Standard fuer die detaillierte Beurteilung sensorisch-integrativer Leistungen ist die von Dr. Ayres selbst entwickelte Testbatterie SIPT (Sensory Integration and Praxis Tests). Dieser Test ist für Kinder zwischen 4 und 9 Jahren normiert. Die Durchführung dauert etwa 2 Stunden, meist ist ein Selbstkostenersatz fuer die Computerauswertung zu bezahlen. Der SIPT liefert ein detailliertes Profil der Stärken und Schwächen der vestibulären, taktil-kinästhetischen und visuellen Informationsverarbeitung und verschiedener Aspekte der Praxie (Bewegungsplanung).

      Die vielen Gesichter der SI-Therapie


      SI-Raum SPIELSTUDIO SUED

      Spiegelkunst

      intensive Interaktion zwischen Therapeutin und Kind ist ein Grundelement der Ergotherapie

      anpassende Leistungen bei vestibulären Erfahrungen 1-Punkt-Schaukel Zwei Schaukeln 3 schaukeln Flugreifen Reifenpferd "Bumper Cars" (Reifen-Autodrom) Reiten auf der Pferdeschaukel Rollbrettfahren von der Rampe Angeln aus der Hängematte

      anpassende Leistungen bei taktilen Erfahrungen Tiefdruck im Matratzenberg Tiefdruck im Reifenbrunnen taktile Herausforderung Schaum taktiles Ganzkörpererlebnis Styropor

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